Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für den Kauf von Fahrgeschäften?

Schausteller Finanzierung
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Wir kümmern uns um die Folierung Ihres Fahrgeschäfts.

Ein Fahrgeschäft zu kaufen, ist kein Pappenstiel – da gehen schnell mehrere hunderttausend oder sogar Millionen Euro über den Tisch. Ohne eine handfeste Finanzierungsstrategie wird’s richtig schwierig. Zur Auswahl stehen Bankkredite, Leasing, Mietkauf oder auch die eigenen Rücklagen – und oft mischt man alles irgendwie zusammen.

Leasing verschafft dir planbare monatliche Raten und schont dein Eigenkapital. Beim Mietkauf zahlst du in festen Raten und bist am Ende Eigentümer. Ein klassischer Bankkredit? Der kommt in Frage, wenn dein Businessplan überzeugt und du Sicherheiten vorweisen kannst.

Eigene Rücklagen sind Gold wert. Wer Einnahmen, Kosten und Risiken realistisch kalkuliert, trifft die besseren Entscheidungen. Wer sich mit den Modellen auskennt, hat die hohen Anfangskosten besser im Griff und bleibt flexibler, auch wenn’s mal eng wird.

Zentrale Erkenntnisse

  • Du finanzierst dein Fahrgeschäft mit Kredit, Leasing, Mietkauf oder Eigenkapital – oft auch gemischt.
  • Planbare Raten und klare Laufzeiten sorgen für mehr Sicherheit.
  • Eine saubere Kalkulation schützt dich vor bösen Überraschungen.

Inhaltsverzeichnis

Überblick: Das Schaustellergewerbe und Fahrgeschäfte

Als Schausteller bist du ständig unterwegs und investierst oft richtig viel in dein Fahrgeschäft. Technik, Zielgruppe, Standorte – das alles solltest du im Griff haben, bevor du an die Finanzierung denkst.

Typische Fahrgeschäfte und Zielgruppe

Im Schaustellergewerbe gibt’s eine bunte Mischung an Fahrgeschäften: Autoscooter, Achterbahnen, Kinderkarussells, Riesenräder und natürlich Spielstände wie die klassische Schießbude.

  • Kinder und Familien lieben Karussells und kleine Rundfahrten.
  • Jugendliche und junge Erwachsene wollen Action – da läuft die mobile Achterbahn oder ein schneller Breakdancer.
  • Erwachsene Besucher stehen oft auf Klassiker wie Autoscooter oder versuchen ihr Glück bei Los- und Spielständen.

Dein Angebot muss zur Besucherstruktur passen. Ein großes Volksfest mit vielen jungen Gästen erlaubt oft höhere Ticketpreise als ein kleiner Jahrmarkt auf dem Land. Klingt logisch, oder?

Auch der Platzbedarf ist ein Thema. Eine Achterbahn braucht richtig viel Fläche und verursacht hohe Transportkosten. Ein Autoscooter oder eine Schießbude ist dagegen flexibler und schnell auf- und abgebaut. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn’s um schnelle Standortwechsel geht.

Besondere Anforderungen des Schaustellergewerbes

Die meisten Schaustellerbetriebe sind Familienunternehmen, oft mit langer Geschichte. Kleine und mittlere Betriebe prägen das Bild – das ist schon ein Alleinstellungsmerkmal, das oft unterschätzt wird.

Gearbeitet wird saisonal: Von Ostern bis Weihnachten ist Hochbetrieb, dazwischen wird geplant, repariert oder einfach mal durchgeatmet. In der Saison bist du auf Kirmes, Jahrmarkt oder Volksfest unterwegs, manchmal gefühlt ohne Pause.

Deine Fahrgeschäfte müssen strenge Sicherheitsregeln erfüllen. Technik, Aufbau, Betrieb – alles wird regelmäßig von Behörden geprüft. Die Verantwortung für Personal, Wartung und Versicherung liegt bei dir. Kein Job für Leute, die es locker angehen lassen.

Laufende Kosten sind happig: Transport, Standgebühren, Strom, Personal, Reparaturen. Und die Betriebskosten steigen gefühlt jedes Jahr. Viele Schausteller versuchen deshalb, möglichst viele Veranstaltungen mitzunehmen, um die Winterpause zu überstehen.

Relevante Märkte: Kirmes, Jahrmarkt und Volksfest

Du bewegst dich auf klar umrissenen Märkten: Kirmes, Jahrmarkt und Volksfest sind die Klassiker.

Kirmes ist oft lokal, dauert nur ein paar Tage – hier rentiert sich ein kompaktes Fahrgeschäft, das du schnell auf- und abbauen kannst.

Jahrmärkte haben meist einen festen Termin im Jahr, die Besucher kommen aus der Region. Das gibt dir ein bisschen Planungssicherheit.

Das große Volksfest zieht Gäste von überall an, läuft oft über ein bis zwei Wochen oder länger. Da kannst du richtig Umsatz machen, musst aber auch mit höheren Standgebühren rechnen.

Jeder Markt ist anders. Größe, Besucherzahl, Konkurrenz und Kosten bestimmen, ob sich dein Einsatz lohnt. Wer hier nicht genau hinschaut, zahlt am Ende drauf.

Grundlagen der Finanzierung bei Fahrgeschäften

Bevor du dich auf eine Finanzierung festlegst, solltest du deine Anschaffungskosten, erwarteten Einnahmen und dein Eigenkapital wirklich kennen. Nur so kannst du Raten, Laufzeit und Risiko halbwegs realistisch einschätzen.

Anschaffungskosten und spezifische Investitionen

Beim Fahrgeschäft-Kauf geht’s nicht nur um den Kaufpreis. Da kommen Transport, Aufbau, TÜV-Abnahmen und oft noch Anpassungen dazu.

  • Kaufpreis oder Anzahlung
  • Transport- und Montagekosten
  • TÜV-/Sicherheitsprüfungen
  • Versicherung
  • Lager- und Wartungskosten

Ein neues Fahrgeschäft kostet mehr als ein gebrauchtes, klar. Dafür bekommst du moderne Technik und hast erstmal weniger Ärger mit Reparaturen.

Vergiss nicht die laufenden Investitionen: Ersatzteile, Personal, Energie – das alles beeinflusst deine Gesamtkosten. Wer hier zu knapp kalkuliert, kommt schnell ins Schwitzen, wenn die Raten fällig sind.

Erlösquellen und Einnahmenplanung

Stabile Einnahmen sind das A und O. Die hängen ab von Standort, Saison, Wetter, Besucherzahlen. Mal ehrlich: Ohne einen Plan für schlechte Monate wird’s schnell eng.

  • Ticketverkäufe pro Fahrt
  • Pauschalpreise bei Events
  • Vermietung an Freizeitparks oder Veranstalter

Sei ehrlich zu dir selbst. Plane deine Einnahmen realistisch – starke Monate während Volksfesten, aber auch Flaute im Winter oder bei Regen.

FaktorEinfluss auf Einnahmen
StandortSehr hoch
Attraktivität des ModellsHoch
TicketpreisMittel
WetterSchwankend

Setze deine Raten so an, dass du auch in mageren Monaten zahlungsfähig bleibst. Zu hohe monatliche Belastung? Da wird’s riskant, und das willst du sicher vermeiden.

Bedeutung von Eigenkapital und Rücklagen

Dein Eigenkapital gibt dir Luft. Je mehr eigenes Geld du einsetzt, desto kleiner werden Kredit oder Leasingrate – logisch, oder?

Banken und Leasingfirmen schauen genau hin: Wie hoch ist dein Eigenanteil? Wer hier punkten kann, bekommt bessere Konditionen. Das zeigt, dass du Verantwortung übernimmst und nicht alles auf Pump machst.

Rücklagen sind dein Sicherheitsnetz – für:

  • spontane Reparaturen
  • Einnahmeausfälle bei miesem Wetter
  • kurzfristige Standplatzwechsel

Viele Schausteller scheitern nicht am Geschäft, sondern an fehlender Liquidität. Rücklagen bringen dich durch Durststrecken und machen dich unabhängiger. Wer das nicht ernst nimmt, fliegt schneller raus als gedacht.

Externe Finanzierungsmöglichkeiten

Für den Kauf eines neuen Fahrgeschäfts brauchst du oft frisches Kapital von außen. Bankkredite, Herstellerfinanzierungen oder sogar öffentliche Förderprogramme stehen zur Wahl – und hier trennt sich oft die Spreu vom Weizen, wenn’s um Konditionen und Flexibilität geht.

Bankkredite für Schausteller

Viele Schausteller setzen auf einen klassischen Investitionskredit. Die Bank gibt dir das Geld, du zahlst in festen Raten zurück. Klingt einfach – ist es aber nur mit guter Vorbereitung.

  • Deine bisherigen Umsätze auf Volksfesten und Märkten
  • Bestehende Kredite und laufende Kosten
  • Eigenkapitalanteil
  • Sicherheiten – oft das Fahrgeschäft selbst

Manchmal will die Bank bei großen Anlagen noch zusätzliche Sicherheiten oder Bürgschaften sehen.

Wichtig: Laufzeit, Zinssatz, Sondertilgungen. Dein Geschäft läuft saisonal – da sind flexible Rückzahlungsmodelle Gold wert. Es gibt Banken, die tilgungsfreie Monate außerhalb der Hauptsaison anbieten. Das kann im Winter echt helfen.

Herstellerfinanzierung

Viele Fahrgeschäft-Hersteller bieten eigene Finanzierungsmodelle. Du kaufst direkt beim Produzenten und regelst die Finanzierung über dessen Partnerbank oder intern.

Der große Vorteil: Der Hersteller kennt den Markt, die Wiederverkaufswerte und weiß, wie dein Fahrgeschäft eingesetzt wird. Das Risiko wird oft realistischer eingeschätzt als bei einer normalen Bank.

  • Ratenkauf mit fester Laufzeit
  • Leasingähnliche Verträge
  • Anzahlung plus Schlussrate

Die Anzahlung liegt meist bei 10 bis 30 Prozent des Kaufpreises, der Rest läuft über mehrere Jahre.

Schau dir genau an, wem das Fahrgeschäft während der Laufzeit gehört. Bei manchen Modellen bleibt der Hersteller bis zur letzten Rate Eigentümer. Das beeinflusst deine Bilanz und kann beim Weiterverkauf ein Stolperstein sein.

Förderprogramme und staatliche Unterstützung

Auch Schausteller können auf öffentliche Fördermittel zugreifen – ein Punkt, der oft unterschätzt wird. Besonders Programme von KfW, Landesförderbanken oder Bürgschaftsbanken sind hier relevant.

Gefördert werden typischerweise Investitionen in:

  • neue oder energieeffiziente Fahrgeschäfte
  • Modernisierung bestehender Anlagen
  • digitale Steuerungs- und Sicherheitstechnik

Die Programme bieten meist zinsgünstige Darlehen oder Haftungsfreistellungen für Ihre Hausbank. Das senkt Ihr Risiko spürbar und kann die Kreditkonditionen deutlich verbessern.

Worauf Sie wirklich achten müssen: Der Antrag sollte vor Vertragsabschluss gestellt werden – nachträglich ist da meist nichts mehr zu machen.

Am besten informieren Sie sich direkt bei der zuständigen Förderbank Ihres Bundeslands. Viele Programme sind speziell auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten, also praktisch auf die Realität der meisten Schausteller.

Leasingmodelle für Fahrgeschäfte

Mit Leasing lassen sich Fahrgeschäfte finanzieren, ohne dass Sie sofort den vollen Kaufpreis auf den Tisch legen müssen. Das sorgt für mehr Luft in der Kasse, feste Leasingraten machen die Planung einfacher, und Sie können das Modell Ihrem eigenen Saisonverlauf anpassen.

Klassisches Leasing und seine Vorteile

Beim klassischen Leasing nutzen Sie das Fahrgeschäft über eine festgelegte Zeit, zahlen monatlich und bleiben dabei nicht Eigentümer. Nach Ablauf geben Sie das Objekt zurück, verlängern oder kaufen es zum vereinbarten Restwert.

So umgehen Sie hohe Einmalzahlungen und schonen Ihr Eigenkapital – das ist in der Schausteller-Branche Gold wert, schließlich gibt es immer noch genug andere Kosten wie Transport, Personal und Standgebühren.

Feste Leasingraten helfen bei der Kalkulation. Gerade bei schwankenden Einnahmen auf Kirmes, Jahrmarkt oder Volksfesten ist das eine echte Erleichterung.

Viele Leasinggeber bieten flexible Vertragsformen. Laufzeit, Anzahlung und Restwert lassen sich meist individuell anpassen. Das ist ein echter Vorteil, wenn Sie spontan auf neue Tourpläne oder Einnahmeschwankungen reagieren müssen.

Teilamortisation im Leasing

Bei der Teilamortisation decken Ihre Leasingraten nicht den vollen Anschaffungswert ab – am Ende bleibt ein kalkulierter Restwert offen.

Die monatlichen Raten sind dadurch niedriger. Für viele Schausteller ist das ein willkommener Puffer, gerade in durchwachsenen Saisons.

Am Vertragsende gibt’s dann verschiedene Möglichkeiten:

  • Rückgabe des Fahrgeschäfts
  • Verlängerung des Leasingvertrags
  • Kauf zum vereinbarten Restwert

Allerdings tragen Sie das Restwertrisiko. Liegt der Marktwert unter dem kalkulierten Restwert, kann das zu Zusatzkosten führen – nicht ideal, aber mit etwas Planung kalkulierbar.

Teilamortisation ist vor allem dann spannend, wenn Sie regelmäßig auf neue Trends reagieren oder Ihre Attraktionen öfter austauschen möchten. Wer technisch vorne mitspielen will, kommt an dieser Option kaum vorbei.

Leasingraten und Liquiditätsmanagement

Die Leasingraten hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Anschaffungspreis des Fahrgeschäfts
  • Laufzeit des Vertrags
  • Höhe der Anzahlung
  • Vereinbarter Restwert

Viele Anbieter sind offen für individuelle Zahlungspläne – gerade bei saisonalen Einnahmen lohnt sich das Gespräch. Wer clever verhandelt, kann die Raten an die eigenen Umsätze anpassen.

Leasing schont die Liquidität, weil große Einmalinvestitionen entfallen. Die Kosten verteilen sich auf planbare Monatsraten – das sorgt für mehr Freiheit bei Wartung, Versicherung und Transport.

Gerade wenn Sie mehrere Fahrgeschäfte betreiben, hilft eine klare Ratenstruktur, den Überblick zu behalten. Engpässe lassen sich so besser vermeiden.

Unterschiede zu Mietkauf und Finanzierung

Leasing ist nicht gleich Mietkauf oder klassischer Kredit – das sollte man nicht verwechseln.

Beim Leasing bleibt das Fahrgeschäft im Eigentum des Leasinggebers. Beim Mietkauf geht das Eigentum meist am Ende der Laufzeit automatisch auf Sie über.

Ein Bankkredit läuft wiederum anders: Sie kaufen das Fahrgeschäft direkt und finanzieren es über ein Darlehen. Dafür sind meist mehr Sicherheiten und Eigenkapital nötig.

Leasing punktet mit Flexibilität beim Austausch oder der Rückgabe älterer Fahrgeschäfte. Mietkauf und Kredit setzen eher auf dauerhaften Besitz – das ist Geschmackssache und hängt davon ab, wie Sie Ihr Geschäft ausrichten.

Wer regelmäßig modernisieren will, fährt mit Leasing oft besser. Für langfristige Investitionen in ein bestimmtes Geschäft kann der klassische Kredit oder Mietkauf sinnvoller sein.

Innenfinanzierung und betriebliche Rücklagen

Innenfinanzierung bedeutet, dass Sie auf eigene Einnahmen, Rücklagen und Abschreibungen setzen, statt sich Geld von außen zu holen. Das macht Sie unabhängig von Banken und gibt Ihnen die volle Kontrolle über Ihr Fahrgeschäft.

Selbstfinanzierung durch Gewinne

Sie zahlen den Kauf eines neuen oder gebrauchten Fahrgeschäfts direkt aus Ihren Gewinnen. Dafür bleibt ein Teil Ihrer Einnahmen im Betrieb – statt alles privat auszuschütten.

In der Praxis legen viele gezielt Rücklagen an. Nach einer guten Saison kommt ein fixer Betrag aufs Geschäftskonto, um Eigenkapital für Anzahlung, Transport oder Aufbau zu bilden.

Das stärkt Ihre Bonität. Sollten Sie später doch mal einen Kredit brauchen, sehen Banken, dass Sie solide wirtschaften und vorsorgen.

Aber Achtung: Trotz Rücklagenbildung dürfen Sie laufende Kosten wie Standgebühren, Personal und Wartung nicht aus dem Blick verlieren. Liquidität bleibt das A und O.

Finanzierung durch Abschreibungen

Abschreibungen mindern zwar den steuerlichen Gewinn, aber das Geld bleibt tatsächlich im Unternehmen. Sie verteilen die Anschaffungskosten eines Fahrgeschäfts über mehrere Jahre.

Wenn Sie diese Beträge nicht anderweitig verwenden, können Sie sie ansparen – und für eine Ersatzinvestition nutzen.

Ein kleines Beispiel:

  • Jährliche Abschreibung: 40.000 €
  • Tatsächlicher Geldabfluss im Jahr: 0 €
  • Mögliches Sparpotenzial pro Jahr: bis zu 40.000 €

So wächst nach und nach das Kapital für ein neues Fahrgeschäft. Gerade für Betriebe, die regelmäßig modernisieren oder ältere Anlagen ersetzen, ist das ein echter Vorteil.

Nutzung von Rückstellungen

Mit Rückstellungen planen Sie für künftige Verpflichtungen wie Reparaturen, Garantieleistungen oder Rückbaukosten. Diese Beträge werden als Aufwand gebucht, obwohl die Zahlung erst später fällig ist.

Das Geld bleibt zunächst im Betrieb und kann bis zur Auszahlung für Investitionen genutzt werden – zum Beispiel als Anzahlung für ein Fahrgeschäft.

Wichtig: Rückstellungen sind zweckgebunden. Sie müssen sicherstellen, dass das Geld zum Fälligkeitszeitpunkt auch wirklich verfügbar ist.

Wer Rückstellungen gezielt einsetzt, erhöht die finanzielle Flexibilität und schützt den Betrieb vor absehbaren Belastungen. Klingt trocken, ist aber in der Praxis oft ein echter Gamechanger.

Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen

Beim Kauf eines Fahrgeschäfts geht’s nicht nur um Preis und Finanzierung. Rechtliche Vorgaben, laufende Kosten und steuerliche Folgen spielen mindestens genauso eine Rolle.

Reisegewerbe und behördliche Genehmigungen

Als Schausteller sind Sie in der Regel im Reisegewerbe unterwegs. Dafür brauchen Sie eine gültige Reisegewerbekarte nach § 55 GewO – ohne die läuft gar nichts.

Zusätzlich ist für jedes Fahrgeschäft eine gültige Bau- und Betriebsgenehmigung nötig. Die Abnahme erfolgt meist durch den TÜV oder eine andere Prüfstelle. Vor jedem Volksfest kann eine erneute technische Prüfung gefordert werden – das kostet Zeit und Nerven, ist aber Pflicht.

Auch die Teilnahme an Märkten und Festen basiert auf Verträgen mit Veranstaltern. Hier werden Standplatz, Laufzeit, Stromanschluss und Gebühren geregelt. Diese Verträge haben direkten Einfluss auf Ihre Einnahmen – also genau hinschauen!

Sicherheitsanforderungen und Versicherungen

Die Verantwortung für die Sicherheit Ihrer Fahrgäste liegt bei Ihnen. Alle technischen Vorschriften und Prüfintervalle müssen eingehalten und dokumentiert werden – das nimmt Ihnen niemand ab.

Eine Haftpflichtversicherung ist unverzichtbar. Sie deckt Personen- und Sachschäden ab, die durch Ihr Fahrgeschäft entstehen können. Achten Sie auf ausreichend hohe Deckungssummen – Schadensfälle können schnell teuer werden.

Je nach Größe und Art Ihres Geschäfts sind weitere Versicherungen sinnvoll:

  • Sachversicherung für Schäden am Fahrgeschäft
  • Transportversicherung für Auf- und Abbau sowie Ortswechsel
  • Betriebsunterbrechungsversicherung bei längeren Ausfällen

Vergleichen Sie die Angebote genau. Die Versicherungsprämie gehört fest in Ihre Kalkulation – wer hier spart, riskiert im Ernstfall den Betrieb.

Risiken: Wartung, Reparaturen und laufende Kosten

Ein Fahrgeschäft produziert laufend Kosten – selbst wenn es mal stillsteht. Das sollte man schon bei der ersten Kalkulation nicht vergessen.

Zu den wichtigsten laufenden Kosten zählen:

  • Wartung und gesetzliche Prüfungen
  • ungeplante Reparaturen
  • Personal
  • Transport- und Lagerkosten
  • Standgelder und Energiekosten

Verschleißteile müssen regelmäßig ersetzt werden. Elektronik, Hydraulik oder Sicherheitssysteme können richtig ins Geld gehen, wenn sie ausfallen. Rücklagen für größere Instandsetzungen sind daher fast schon Pflicht, zumindest, wenn Sie ruhig schlafen wollen.

Wer finanziert, sollte diese Risiken in die Liquiditätsplanung einbauen. Eine zu knappe Kalkulation kann ziemlich schnell zu Engpässen führen – und das will wirklich niemand.

Steuerliche Aspekte beim Fahrgeschäftskauf

Der Kauf eines Fahrgeschäfts gilt steuerlich als Investition ins Betriebsvermögen. Die Anschaffungskosten können Sie in der Regel über mehrere Jahre abschreiben. Wie lange? Das hängt von den steuerlichen Vorgaben und der Art des Geschäfts ab – da gibt’s keine Pauschalantwort.

Wenn Sie ein Darlehen aufnehmen, sind die Zinsen als Betriebsausgaben absetzbar. Beim Leasing lassen sich die Raten meist sofort abziehen, sofern der Vertrag steuerlich sauber aufgesetzt ist.

Auch die Umsatzsteuer nicht vergessen: Beim Kauf fällt sie an, aber als Vorsteuer können Sie sie geltend machen – vorausgesetzt, Sie sind umsatzsteuerpflichtig.

Ein Steuerberater ist hier Gold wert. Die Feinheiten ändern sich oft, und Fehler kosten schnell bares Geld.

Praktische Tipps zur Auswahl des passenden Modells

Schauen Sie genau auf Investitionskosten, laufende Ausgaben und Ihre Einsatzplanung. Ob Neu- oder Gebrauchtkauf, Logistik und realistische Amortisation – all das entscheidet, ob sich das Geschäft rechnet oder nicht.

Kauf von neuen vs. gebrauchten Fahrgeschäften

Ein neues Fahrgeschäft bringt Ihnen Planungssicherheit. Es gibt volle Gewährleistung, moderne Steuerungstechnik und meist weniger Reparaturärger in den ersten Jahren.

Gerade bei komplexen Anlagen wie einer Achterbahn zahlt sich neue Technik aus: weniger Ausfälle, bessere Energieeffizienz – das merkt man am Ende auch bei den Kosten.

Ein gebrauchter Autoscooter oder ein Rundfahrgeschäft ist in der Anschaffung deutlich günstiger. Die Finanzierungssumme ist kleiner, die Teilamortisation oft schneller erreicht.

Aber aufgepasst: Bei gebrauchten Anlagen immer checken:

  • Wartungsnachweise
  • Zustand von Elektrik und Hydraulik
  • Ersatzteilverfügbarkeit
  • TÜV- und Sicherheitsdokumente

Rechnen Sie mögliche Nachrüstungen gleich mit ein. Ein günstiger Kaufpreis kann sich schnell als Bumerang entpuppen, wenn Reparaturen anstehen.

Logistik und Betriebskosten im Blick behalten

Die Logistik wird oft unterschätzt. Große Anlagen bedeuten mehr Transporte, stärkere Zugmaschinen und mehr Personal für Auf- und Abbau.

Eine mobile Achterbahn verursacht viel höhere Transport- und Lagerkosten als ein kompakter Autoscooter. Standzeiten schlagen direkt auf den Umsatz, während Kreditraten trotzdem weiterlaufen.

Worauf Sie besonders achten sollten:

  • Transportkosten pro Saison
  • Aufbauzeit und Personalbedarf
  • Stromverbrauch
  • Versicherungsprämien
  • Wartungsintervalle

Denken Sie weiter als nur bis zum Kaufpreis. Eine Reserve für unvorhergesehene Reparaturen oder schwache Spielzeiten ist fast schon Pflicht, wenn Sie nicht ins Schwimmen geraten wollen.

Langfristige Planung und Amortisation

Vor dem Kauf sollten Sie sich ehrlich fragen, wann sich das Fahrgeschäft wirklich rechnet. Realistische Besucherzahlen und Durchschnittspreise sind hier der Schlüssel.

Eine Teilamortisation nach wenigen Jahren kann sinnvoll sein – vor allem, wenn Sie das Geschäft später verkaufen oder modernisieren möchten. Gerade bei Trend- oder Themenfahrten fällt der Marktwert manchmal schneller als gedacht.

Überlegen Sie sich gut:

  • Wie viele Plätze bespielen Sie pro Saison?
  • Passt das Geschäft wirklich zu Ihrer Zielgruppe?
  • Wie lange bleibt die Attraktion gefragt?

Ein Autoscooter läuft oft viele Jahre stabil. Eine große Achterbahn bindet Kapital auf lange Sicht, kann aber auch für deutlich höhere Umsätze sorgen. Stimmen Sie Laufzeit und Finanzierungsmodell auf die geplante Nutzungsdauer ab – das zahlt sich aus.

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Häufig gestellte Fragen zur Finanzierung von Fahrgeschäften

Für den Kauf eines Fahrgeschäfts gibt’s mehrere Finanzierungswege. Banken, Leasinggesellschaften und Förderinstitute prüfen dabei ziemlich genau Ihre Zahlen, Sicherheiten und die geplante Laufzeit.

Welche Kreditarten werden typischerweise für den Erwerb von Fahrgeschäften im Schaustellergewerbe genutzt?

Häufig kommen klassische Investitionsdarlehen mit fester Laufzeit und festen oder variablen Zinsen zum Einsatz. Die eignen sich sowohl für neue als auch für gebrauchte Fahrgeschäfte.

Viele Schausteller setzen auch auf Leasingmodelle. Spezialisierte Anbieter finanzieren alles vom Riesenrad bis zum Verkaufswagen.

Zusätzlich gibt’s Förderkredite von öffentlichen Banken. Hier sind die Zinssätze oft niedriger und die Laufzeiten länger – das kann sich lohnen.

Sie müssen wirtschaftliche Stabilität nachweisen. Banken schauen auf Ihre Einnahmen der letzten Jahre und die laufenden Verpflichtungen.
Ein klarer Investitionsplan hilft enorm. Zeigen Sie, auf welchen Plätzen Sie stehen und welche Umsätze realistisch sind.
Ihre Bonität ist entscheidend. Negative Schufa-Einträge oder schon bestehende hohe Kredite sind echte Stolpersteine.

Beim Leasing bleibt die Leasinggesellschaft Eigentümerin des Fahrgeschäfts. Sie zahlen feste Raten und können das Objekt am Ende oft übernehmen.

Beim Mietkauf geht das Eigentum meist nach der letzten Rate automatisch auf Sie über. Die Raten liegen oft etwas höher als beim Leasing.

Ein klassisches Darlehen zahlt Ihnen den Kaufpreis aus. Sie werden direkt Eigentümer und tilgen den Kredit in festen Raten.

Normalerweise müssen Sie Ihre letzten Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) und Jahresabschlüsse vorlegen. Auch Steuerbescheide werden meist verlangt.

Finanzierer schauen auf Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad und Liquidität. Diese Werte zeigen, ob Sie die Raten stemmen können.

Meistens wird außerdem ein Investitionsplan und ein Angebot für das gewünschte Fahrgeschäft verlangt.

Förderkredite von staatlichen Förderbanken sind für kleine und mittlere Betriebe eine echte Option.

Wenn Sicherheiten fehlen, kann eine Bürgschaftsbank einen Teil des Risikos gegenüber der Hausbank übernehmen.

In Krisenzeiten gibt’s manchmal spezielle Hilfen von Bund und Ländern – etwa Tilgungszuschüsse oder Bürgschaften für Schaustellerbetriebe.

Meist pendelt sich die Laufzeit irgendwo zwischen fünf und fünfzehn Jahren ein – das hängt stark vom Kaufpreis und davon ab, wie lange das Fahrgeschäft realistisch genutzt werden kann. Wer besonders langlebige Anlagen finanziert, bekommt manchmal auch längere Laufzeiten angeboten.


Der Zinssatz? Der variiert, klar, je nach Bonität und aktueller Marktlage. Feste Zinsen sorgen dabei für eine gewisse Planungssicherheit, die viele Betreiber zu schätzen wissen – niemand will schließlich von plötzlichen Zinssprüngen überrascht werden.


Als Sicherheit dient nicht selten das Fahrgeschäft selbst, manchmal aber auch weitere Maschinen oder sogar private Bürgschaften der Inhaber. Beim Leasing spielt der kalkulierte Restwert am Ende des Vertrags eine entscheidende Rolle – das kann je nach Anbieter und Zustand des Fahrgeschäfts ziemlich unterschiedlich ausfallen. Wer hier clever verhandelt, spart oft bares Geld und sichert sich bessere Konditionen als der Wettbewerb.

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