Schausteller Zugmaschine kaufen: Die besten Tipps

Schausteller Zugmaschine
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Wir kümmern uns um die Folierung Ihres Fahrgeschäfts.

Wer eine gebrauchte Zugmaschine für den Schaustellerbetrieb sucht, kauft kein normales Nutzfahrzeug. Ein Fahrgeschäft, ein voll beladener Packwagen und ein Wohnwagen im Schlepp verlangen Zugkraft, Traktion und Rangierpräzision, die ein Standard-Sattelzug aus dem Speditionsgewerbe nicht liefert. Auf aufgeweichtem Kirmesrasen entscheidet die Achskonfiguration darüber, ob das Geschäft pünktlich zum Aufbau steht oder im Schlamm hängt.

Der Gebrauchtmarkt bietet viel Auswahl, aber wenig Ehrlichkeit bei Angaben zu Achslast, Schlüsselung und Genehmigungen. Wer vor der Unterschrift Antrieb, Rahmen, Kupplungen und Papiere systematisch prüft, spart sich teure Nachrüstungen und Ärger mit der Zulassungsstelle. 

Die folgenden zehn Punkte sind die technischen und rechtlichen Prüfsteine, an denen sich ein Kauf tatsächlich entscheidet.

Inhaltsverzeichnis

1) 6×4-Antrieb mit Außenplanetenachsen statt 6×2-Liftachse

Für den Festplatzeinsatz braucht es echten Durchtrieb auf zwei Achsen. Ein 6×4-Fahrgestell treibt beide Hinterachsen an, während eine 6×2-Zugmaschine mit Liftachse nur eine Achse antreibt und die zweite lediglich mitläuft oder anhebbar ist.

Außenplanetenachsen setzen die Untersetzung nicht im Achsgehäuse, sondern in Planetengetrieben an den Radnaben um. Das erhöht die Bodenfreiheit und senkt die thermische Belastung des Achsdifferenzials bei Dauerlast im Schritttempo, etwa beim Rangieren mit Fahrgeschäft.

Bei nassem Untergrund oder auf Wiesenplätzen bricht eine 6×2-Liftachse schnell durch, sobald die angetriebene Achse entlastet wird. Ein 6×4-Antrieb verteilt die Zugkraft auf beide Achsen und bleibt auch bei einseitigem Grip funktionsfähig.

Prüfen Sie beim Kauf, ob die Achsen tatsächlich als Außenplaneten ausgeführt sind und nicht nur als verstärkte Standardachse verkauft werden. Ein Blick auf das Typenschild der Achse und ein Abgleich mit dem Fahrzeugschein schaffen hier Klarheit. Lassen Sie sich die Übersetzung und die zulässige Achslast schriftlich bestätigen.

2) Ballastpritsche für ausreichend Anpressdruck auf der Hinterachse

Eine Ballastpritsche sorgt für das nötige Gewicht auf der Antriebsachse, wenn Zugmaschine und Anhänger sonst zu leicht wären. Ohne ausreichende Achslast verliert selbst ein starker Motor bei Nässe oder Steigung schnell den Kraftschluss.

Viele Schausteller-Zugmaschinen tragen deshalb eine feste oder zuladbare Pritsche mit Betonplatten, Stahlgewichten oder fest verbautem Ballast über der Hinterachse. Das Gewicht drückt die Reifen in den Untergrund und verhindert Durchdrehen beim Anfahren mit vollem Anhänger.

Beim Gebrauchtkauf lohnt sich die Nachfrage, wie viel Ballast tatsächlich verbaut ist und ob er fest montiert oder lose aufgeladen ist. Loser Ballast muss für die Fahrt gesichert sein, sonst drohen Beanstandungen bei der Kontrolle.

Rechnen Sie das Gesamtgewicht aus Zugmaschine, Ballast und maximaler Anhängelast gegen die zulässige Achslast der Hinterachse. Nur so lässt sich beurteilen, ob der verbaute Ballast für Ihre tatsächlichen Anhänger ausreicht oder nachgerüstet werden muss.

3) Wandlerschaltkupplung (WSK) für millimetergenaues Rangieren

Eine Wandlerschaltkupplung (WSK) ermöglicht kriechendes, ruckfreies Anfahren ohne den Kraftschluss zu unterbrechen. Sie sitzt zwischen Motor und Getriebe und arbeitet wie ein hydraulischer Wandler, der Drehmoment auch bei minimaler Geschwindigkeit sauber überträgt.

Für das Positionieren von Fahrgeschäften auf engem Raum zwischen Nachbarständen ist diese Technik einer trockenen Kupplung deutlich überlegen. Eine normale Kupplung neigt bei Dauerschleifen im Kriechtempo zum Verschleiß und zur Überhitzung.

Beim Gebrauchtkauf lässt sich die WSK durch eine Probefahrt mit Anhänger auf unebenem Untergrund testen. Achten Sie auf ruckfreies Anfahren, gleichmäßigen Kraftschluss ohne Schlupfgeräusche und eine spürbare Bremswirkung beim Gaswegnehmen.

Lassen Sie den Ölstand und die Öltemperatur des Wandlers prüfen. Ein überhitzter oder verschlissener Wandler zeigt sich oft erst nach längerer Rangierbelastung, nicht bei kurzer Probefahrt auf der Straße.

4) Double Frame mit Rahmeninnenverstärkung auf Haarrisse prüfen

Ein Double Frame verstärkt den Fahrzeugrahmen mit einem zweiten, innen liegenden Rahmenprofil und erhöht so die Torsionssteifigkeit unter schwerer Zuglast. Für Schausteller-Zugmaschinen mit Kran, Ballast und schweren Anhängern ist diese Verstärkung ein Muss.

Der Rahmen trägt bei jedem Kranhub, jeder Steigung und jedem Anhängerdruck erhebliche Kräfte. Ohne Verstärkung entstehen an Querträgern und Nietstellen mit der Zeit Haarrisse, die von außen kaum sichtbar sind.

Bei der Besichtigung sollten Sie den Rahmen im Bereich der Kranabstützung, der Anhängerkupplung und der Federaufnahmen mit einer Lampe von unten absuchen. Rostnarben an diesen Stellen deuten oft auf beginnende Rissbildung hin.

Eine Rahmenprüfung durch einen Prüfingenieur oder eine Fachwerkstatt schafft hier Sicherheit, besonders bei Fahrzeugen mit dokumentierter Kranhistorie. Lassen Sie sich alte Schweißnähte und Reparaturstellen erklären und im Kaufvertrag festhalten.

5) Hydraulischer Retarder für schwere Anhänger auf Gefällestrecken

Ein hydraulischer Retarder bremst die Zugmaschine verschleißfrei über einen Flüssigkeitswiderstand im Antriebsstrang, unabhängig von der Betriebsbremse. Bei einem beladenen Packwagen oder Fahrgeschäft im Schlepp auf Gefällestrecken entlastet das die Bremsanlage erheblich.

Ohne Retarder überhitzen Bremsbeläge bei langen Gefällefahrten mit hohem Anhängergewicht deutlich schneller. Das erhöht den Bremsweg und den Verschleiß, besonders bei häufigen Anfahrten zu Plätzen in bergigem Gelände.

Beim Gebrauchtkauf sollten Sie prüfen, ob der Retarder über einen separaten Hebel oder eine Integration in die Bremsanlage gesteuert wird und ob er unabhängig von der Motorbremse funktioniert. Eine Funktionsprobe auf abschüssiger Strecke mit Anhänger zeigt, ob die Bremswirkung spürbar einsetzt.

Fragen Sie nach dem Ölstand des Retarderkreislaufs und nach dem letzten Wartungstermin. Ein undichter oder leerer Retarderkreislauf zeigt keine Wirkung, obwohl der Hebel im Fahrzeug vorhanden ist.

6) Kriechgänge für langsames Anfahren mit Fahrgeschäft und Packwagen

Kriechgänge erlauben ein Anfahren bei sehr niedriger Geschwindigkeit mit hohem Drehmoment, ohne die Kupplung zu überlasten. Für das millimetergenaue Positionieren von Fahrgeschäften zwischen Ständen sind diese Gänge unverzichtbar.

Ein normales Straßengetriebe ohne Kriechgangstufe zwingt den Fahrer beim Rangieren zum ständigen Schleifenlassen der Kupplung. Das führt zu vorzeitigem Verschleiß und macht das Fahrzeug für den täglichen Auf- und Abbau ungeeignet.

Prüfen Sie, wie viele Kriechgänge das Getriebe bietet und ob sie mit der WSK kombinierbar sind. Manche Getriebe bieten zusätzlich einen separaten Geländegang, der bei weichem Untergrund zusätzliche Übersetzung liefert.

Bei der Probefahrt sollten Sie gezielt im Kriechgang anfahren und dabei auf gleichmäßigen Kraftschluss ohne Ruckeln achten. Ein Getriebe, das im Kriechgang stottert oder aussetzt, deutet auf Verschleiß an der Schaltmechanik hin.

7) Voll zuglastfähige Frontkupplung und Rockinger-Maulkupplung am Heck

Die Kupplungen an Front und Heck müssen auf die tatsächliche Anhängelast Ihrer Packwagen und Fahrgeschäfte ausgelegt sein. Eine Rockinger-Maulkupplung am Heck ist im Schaustellergewerbe Standard, weil sie robuste Verbindungen für schwere, oft ältere Anhänger bietet.

Eine Frontkupplung erlaubt zusätzlich das Ziehen aus der Front heraus, etwa beim Rangieren rückwärts geschobener Anhänger oder beim gleichzeitigen Transport mehrerer Einheiten. Sie muss für die volle Anhängelast zugelassen sein, nicht nur als Rangierhilfe für leichte Lasten.

Prüfen Sie die zulässige Anhängelast beider Kupplungen im Fahrzeugschein und vergleichen Sie sie mit dem tatsächlichen Gesamtgewicht Ihrer Anhänger. Eine unterdimensionierte Kupplung überlastet Sie im Alltag, auch wenn sie optisch intakt wirkt.

Kontrollieren Sie das Kupplungsmaul auf Verschleiß und Spiel sowie die Bolzensicherung auf Funktion. Ausgeschlagene Kupplungen erhöhen die Stoßbelastung beim Anfahren und Bremsen mit Anhänger.

8) Zwei-Kreis-PTO-Hydraulik und UVV-geprüfter Ladekran

Die PTO-Hydraulik (Power Take-Off, ein Nebenabtrieb am Getriebe) versorgt Ladekran und Abstützungen mit Öldruck, während der Motor läuft. Ein Zwei-Kreis-System trennt Kranfunktion und Abstützung hydraulisch, sodass ein Leck an einer Seite nicht den gesamten Betrieb lahmlegt.

Der Ladekran selbst muss eine gültige UVV-Prüfung (Unfallverhütungsvorschrift-Prüfung nach DGUV) vorweisen, bevor er im Aufbaubetrieb eingesetzt wird. Ohne aktuelle Prüfplakette und Prüfbuch ist der Betrieb des Krans nicht zulässig.

Lassen Sie sich das Prüfbuch des Krans vollständig vorlegen und kontrollieren Sie das Datum der letzten Prüfung. Fehlt die Dokumentation, muss vor der ersten Nutzung eine neue Prüfung durch einen Sachkundigen erfolgen.

Testen Sie die Hydraulik unter Last: Der Kran sollte ohne Ruckeln heben und die Abstützungen sollten sich gleichmäßig ausfahren lassen, ohne unter Last abzusacken.

9) Duomatic- oder Gelb-Rot-Druckluftanschlüsse mit Dauerstromleitung

Duomatic- oder klassische Gelb-Rot-Druckluftkupplungen verbinden die Bremsanlage der Zugmaschine mit älteren Anhängern zuverlässig, auch wenn diese aus unterschiedlichen Baujahren stammen. Im Schaustellergewerbe treffen oft Anhänger verschiedenen Alters auf eine Zugmaschine, deshalb sollte die Anschlussvielfalt vorhanden sein.

Eine Dauerstromleitung versorgt Kühlbox, Standheizung oder Beleuchtung im Wohnwagenanhänger auch bei stehendem Motor. Ohne diese Leitung entladen sich Bordbatterien im Anhänger während längerer Standzeiten auf dem Festplatz.

Prüfen Sie, ob ein 24/12-Volt-Wandler verbaut ist, falls die Zugmaschine mit 24 Volt arbeitet und Anhänger oder Wohnwagen 12-Volt-Verbraucher haben. Ohne funktionierenden Wandler bleiben 12-Volt-Geräte im Schlepp ohne Strom.

Testen Sie alle Druckluft- und Stromanschlüsse unter Last, nicht nur durch Sichtkontrolle. Undichte Kupplungen fallen oft erst nach einigen Minuten Betriebsdruck auf.

10) Schlüsselung „Zugmaschine Schaustellergewerbe“ im Fahrzeugbrief

Die Schlüsselung im Fahrzeugbrief entscheidet über Steuerbefreiung, Mautbefreiung und zulässige Nutzung des Fahrzeugs. Nur eine Zulassung als „Zugmaschine Schaustellergewerbe“ eröffnet die steuerlichen und rechtlichen Sonderregeln, die für diese Fahrzeugklasse gelten.

Ein Fahrzeug, das lediglich als allgemeine Zugmaschine oder Sattelzugmaschine ohne Gewerbe zugelassen ist, verliert diese Vorteile. Der Verkäufer muss die korrekte Schlüsselung im Fahrzeugschein unter Ziffer 10 (Fahrzeugklasse) und in den Zusatzeinträgen nachweisen.

Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Schlüsselung bereits eingetragen ist oder ob eine Umschreibung bei der Zulassungsstelle nötig wird. Eine fehlende oder fehlerhafte Schlüsselung führt zu Nachforderungen bei der Kraftfahrzeugsteuer und zum Verlust der Mautbefreiung.

Lassen Sie sich die Eintragung von der Zulassungsstelle schriftlich bestätigen, bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben. Ein mündliches Versprechen des Verkäufers reicht hier nicht aus.

Kaufprüfung vor der Unterschrift

Vor jeder Unterschrift steht eine technische Nachrechnung, keine Vertrauensfrage. Vier Punkte entscheiden darüber, ob eine gebrauchte Zugmaschine tatsächlich zu Ihren Anhängern und Einsatzorten passt.

Wie wird die erforderliche Anhängelast für Steigungen korrekt berechnet?

Die erforderliche Anhängelast ergibt sich aus dem Gesamtgewicht des schwersten Anhängers plus einem Steigungszuschlag für die tatsächlich befahrenen Rampen und Zufahrten. Rechnen Sie mit der maximalen Steigung, die auf dem Weg zu Ihren Standardplätzen vorkommt, nicht mit dem Durchschnitt.

Fragen Sie den Verkäufer nach der geprüften Anhängelast laut Fahrzeugschein und vergleichen Sie diese mit dem realen Gesamtgewicht Ihres schwersten Packwagens inklusive Ladung. Eine Zugmaschine, die auf ebener Straße ausreicht, kann an einer steilen Platzzufahrt an ihre Grenze stoßen.

Warum ist ein Dreiachser mit weniger als 3.600 mm Radstand auf dem Festplatz vorteilhaft?

Ein kurzer Radstand unter 3.600 Millimetern verbessert den Wendekreis erheblich und erleichtert das Rangieren zwischen eng aufgebauten Ständen. Bei längeren Radständen wird das Einparken von Fahrgeschäften auf begrenztem Raum deutlich schwieriger.

Messen Sie den Radstand der angebotenen Zugmaschine direkt am Fahrzeug oder im Fahrzeugschein nach, statt sich auf Herstellerangaben aus dem Prospekt zu verlassen. Ein kurzer Radstand verringert allerdings die Stabilität bei hoher Kranauslastung, das sollten Sie gegen Ihren Kraneinsatz abwägen.

Welche Prüfung braucht das Kühlsystem beim langsamen Rangieren?

Das Kühlsystem muss auch bei Dauerlast im Schritttempo ohne Fahrtwind ausreichend kühlen, das lässt sich nur durch eine längere Standprobe unter Last feststellen. Rangierbetrieb mit Kran und Anhänger erzeugt Wärme, ohne dass der Fahrtwind den Kühler unterstützt.

Lassen Sie den Motor bei laufender PTO-Hydraulik und angekuppeltem Anhänger mehrere Minuten im Stand laufen und beobachten Sie die Kühlwassertemperatur. Ein Anstieg über den normalen Betriebsbereich deutet auf einen verstopften Kühler oder einen defekten Lüfter hin.

Wie lassen sich Spiel an Kranteleskopen und undichte Abstützungen erkennen?

Spiel an den Teleskopauszügen des Krans zeigt sich durch spürbares Klappern beim Ausfahren unter Last, das bei ruhigem Betrieb ohne Last oft nicht auffällt. Lassen Sie den Kran unter realer Last ausfahren und achten Sie auf ungleichmäßige Bewegungen oder hörbares Spiel in den Führungen.

Undichte Abstützungen erkennen Sie daran, dass der Kran nach dem Ausfahren der Stützen über mehrere Minuten langsam absinkt. Markieren Sie die Stützenposition vor der Probe und kontrollieren Sie nach zehn Minuten Standzeit, ob sich die Höhe verändert hat.

Genehmigungen, Maut und digitale Nachweise

Die rechtliche Seite eines Zugmaschinenkaufs entscheidet oft mehr über die tägliche Nutzbarkeit als die Technik selbst. Vier Nachweise sollten vor Vertragsabschluss vollständig vorliegen.

Welche Unterlagen belegen die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 8a KraftStG?

Die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 8a Kraftfahrzeugsteuergesetz setzt voraus, dass die Zugmaschine ausschließlich im Schaustellergewerbe eingesetzt wird und entsprechend im Fahrzeugschein geschlüsselt ist. Der Nachweis erfolgt über die Fahrzeugzulassung und in der Regel über eine Bestätigung der zuständigen Gewerbebehörde oder Kammer.

Lassen Sie sich beim Kauf den aktuellen Steuerbescheid des Fahrzeugs zeigen und prüfen Sie, ob dort die Befreiung bereits eingetragen ist. Fehlt der Eintrag, muss die Steuerbefreiung nach der Übernahme neu beantragt werden, was Zeit und zusätzliche Nachweise kostet.

Wann müssen §-70-StVZO-Ausnahmegenehmigungen nach dem Kauf umgeschrieben werden?

Ausnahmegenehmigungen nach § 70 StVZO sind personengebunden und müssen nach jedem Halterwechsel neu beantragt werden. Eine bestehende Genehmigung des Vorbesitzers geht beim Kauf nicht automatisch auf Sie über, selbst wenn das Fahrzeug technisch unverändert bleibt.

Klären Sie vor dem Kauf, welche Ausnahmen (etwa für Breite, Länge oder Gewicht) für die konkrete Kombination aus Zugmaschine und Ihren Anhängern nötig sind. Die Neubeantragung bei der zuständigen Behörde sollte bereits vor der Übernahme eingeleitet werden, um Standzeiten zu vermeiden.

Welche Bedeutung haben Achsabstand und VEMAGS für Dauergenehmigungen?

Der Achsabstand der Zugmaschine fließt direkt in die Berechnung von Dauergenehmigungen ein, die über das VEMAGS-Verfahren (Verfahrensmanagement für Großraum- und Schwertransporte) beantragt werden. Abweichende Achsabstände gegenüber der ursprünglichen Genehmigung machen einen neuen Antrag notwendig.

Vergleichen Sie den im Fahrzeugschein eingetragenen Achsabstand mit den Angaben in einer bestehenden VEMAGS-Genehmigung, falls diese mit übernommen werden soll. Weicht der Wert ab, gilt die alte Genehmigung nicht automatisch für die neue Zugmaschine.

Wann muss ein Smart Tachograph Gen 2 vorhanden sein?

Ein Smart Tachograph Gen 2 ist seit August 2023 für Neuzulassungen von Fahrzeugen im grenzüberschreitenden Verkehr über 2,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht vorgeschrieben, sofern eine Kontrollgerätpflicht besteht. Bei rein innerstaatlichem Einsatz im Schaustellergewerbe mit entsprechender Ausnahme kann die Pflicht entfallen, das muss im Einzelfall mit der zuständigen Behörde geklärt werden.

Prüfen Sie beim Gebrauchtkauf, welcher Tachographentyp verbaut ist und ob eine Kontrollgerätausnahme für Ihr Einsatzgebiet vorliegt oder beantragt werden muss. Ein fehlender oder veralteter Tachograph bei bestehender Pflicht führt bei Kontrollen zu Beanstandungen und Bußgeldern.

Optischer Auftritt: Professionelle Folierung mit EKirmes

Nach dem Kauf entspricht das Erscheinungsbild einer gebrauchten Zugmaschine selten dem eigenen Betrieb. Oft sind noch Altbeschriftungen vorhanden oder der Lack zeigt deutliche Spuren harter Kirmessaisons.

Für einen stimmigen Gesamtauftritt auf dem Festplatz bietet EKirmes spezialisierte Fahrzeugfolierungen für Schausteller an. Mit über 20 Jahren Branchenerfahrung verbindet EKirmes traditionelle Kirmesästhetik mit modernem Design.

Von der ersten Gestaltung über die Produktion bis zur fachgerechten Beklebung erhalten Schaustellerbetriebe alle Leistungen aus einer Hand. Verwendet werden strapazierfähige Qualitätsmaterialien, die Wind, Wetter und ständiger Beanspruchung standhalten.

Häufig gestellte Fragen zum Schausteller Schlepper

Warum ist eine 6x4-Schausteller-Zugmaschine auf nassem Kirmesrasen besser als eine 6x2-Zugmaschine?

Eine 6×4-Zugmaschine treibt beide Hinterachsen an und verteilt die Zugkraft gleichmäßig auf mehr Reifenkontaktfläche. Bei einer 6×2-Liftachse läuft eine Achse nur mit oder wird angehoben, wodurch bei nassem oder weichem Untergrund schneller Durchdrehen entsteht.

Eine Ballastpritsche ist notwendig, wenn das Eigengewicht der Zugmaschine für den nötigen Anpressdruck auf der Hinterachse nicht ausreicht. Bei schweren Anhängern und Steigungen sichert der Ballast den Kraftschluss, ohne ihn droht Durchdrehen der Antriebsräder trotz vorhandenem Motorleistung.

Eine funktionierende Wandlerschaltkupplung (WSK) zeigt sich durch ruckfreies Anfahren im Kriechtempo und gleichmäßigen Kraftschluss ohne Schlupfgeräusche bei einer Probefahrt mit Anhänger. Prüfen Sie zusätzlich Ölstand und Öltemperatur des Wandlers, da Überhitzung erst nach längerer Rangierbelastung sichtbar wird.

Eine Schausteller-Zugmaschine braucht eine voll zuglastfähige Frontkupplung sowie eine Rockinger-Maulkupplung am Heck, beide ausgelegt auf die tatsächliche Anhängelast der eingesetzten Packwagen. Zusätzlich sollten Duomatic- oder Gelb-Rot-Druckluftanschlüsse und eine Dauerstromleitung vorhanden sein, um ältere Anhänger unterschiedlichen Baujahrs anzuschließen.

Für die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 8a KraftStG braucht es die korrekte Schlüsselung „Zugmaschine Schaustellergewerbe“ im Fahrzeugschein sowie einen aktuellen Steuerbescheid mit eingetragener Befreiung. Für die Mautbefreiung gilt dieselbe Schlüsselung als Grundvoraussetzung, zusätzlich sollten bestehende Ausnahmegenehmigungen nach § 70 StVZO auf den neuen Halter umgeschrieben werden.

Ein Smart Tachograph Gen 2 ist seit August 2023 für Neuzulassungen im grenzüberschreitenden Verkehr über 2,5 Tonnen mit Kontrollgerätpflicht vorgeschrieben. Bei rein innerstaatlichem Schaustellereinsatz mit gültiger Ausnahme kann die Pflicht entfallen, das sollten Sie vor dem Kauf bei der zuständigen Behörde klären lassen.

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