Schausteller werden: Dein Weg ins Schaustellergewerbe

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Wir kümmern uns um die Folierung Ihres Fahrgeschäfts.

Du willst Schausteller werden und auf Volksfesten, Jahrmärkten oder Weihnachtsmärkten arbeiten? Dann steigst du in ein reisendes Gewerbe ein, das Fahrgeschäfte, Imbissstände, Verkaufsgeschäfte oder Spielbuden an wechselnden Orten betreibt. Als Schausteller führst du ein eigenes Reisegewerbe und betreibst dein Geschäft überwiegend auf Volksfesten und ähnlichen Veranstaltungen.

Viele Betriebe sind Familienunternehmen, doch du kannst auch als Quereinsteiger starten. Mit einer klaren Geschäftsidee, Branchenkenntnissen und einer Anmeldung als Reisegewerbe legst du die Grundlage für deinen eigenen Betrieb. Du planst Standorte, organisierst Auf- und Abbau und arbeitest eng mit Veranstaltern zusammen.

Der Beruf verlangt Flexibilität, Organisationstalent und Einsatzbereitschaft über viele Monate im Jahr. Wenn du selbstständig arbeiten willst und den direkten Kontakt mit Menschen suchst, findest du hier eine klare und praxisnahe Perspektive.

Zentrale Erkenntnisse

  • Du betreibst als Schausteller ein eigenes Reisegewerbe auf wechselnden Volksfesten.

  • Du kannst aus einer Familie stammen oder mit Erfahrung und Planung neu einsteigen.

  • Eine klare Geschäftsidee und gute Organisation sichern deinen Start und deinen Betrieb.

Inhaltsverzeichnis

Der Einstieg in das Schaustellergewerbe

Der Einstieg in das Schaustellergewerbe verlangt klare Entscheidungen, praktische Erfahrung und hohe Flexibilität. Sie müssen rechtliche Vorgaben erfüllen, wirtschaftlich planen und prüfen, ob dieses mobile Leben zu Ihnen passt.

Grundlagen und Voraussetzungen für angehende Schausteller

Wenn Sie Schausteller werden möchten, melden Sie in der Regel ein Reisegewerbe an. Dazu weisen Sie Ihre persönliche Zuverlässigkeit und finanzielle Leistungsfähigkeit nach. Die Gewerbeordnung nennt Schausteller ausdrücklich als Teil dieses Gewerbes.

Sie brauchen keine festgelegte Ausbildung. Dennoch erwarten Veranstalter und Behörden, dass Sie Ihr Geschäft sicher führen. Fahrgeschäfte gelten als sogenannte fliegende Bauten und müssen bei jedem Aufbau geprüft werden, meist durch den TÜV.

Beachten Sie außerdem:

  • Sicherheitsvorschriften für Fahrgeschäfte

  • Vorgaben der Spielverordnung bei Geschicklichkeitsständen

  • Versicherungen für Haftpflicht und Betrieb

  • Verträge mit Veranstaltern von Volksfesten und Märkten

Planen Sie die Kosten genau. Ein Fahrgeschäft, Transportfahrzeuge, Personal und Standgebühren verursachen hohe Ausgaben. Ohne solide Kalkulation riskieren Sie die Existenz Ihres Schaustellerunternehmens.

Quereinstieg und Erfahrungen als Berufsanfänger

Viele Schausteller und Schaustellerinnen stammen aus Familienbetrieben. Trotzdem können Sie als Quereinsteiger in den Beruf starten. Entscheidend sind praktische Kenntnisse und Kontakte im Schaustellergewerbe.

Arbeiten Sie zunächst bei einem bestehenden Betrieb mit. So lernen Sie Aufbau, Abbau, Kundenumgang und Organisation kennen. Fragen Sie direkt bei Schaustellern nach Mitarbeit oder Saisonstellen.

Als Berufsanfänger tragen Sie früh Verantwortung. Sie koordinieren Transporte, achten auf Sicherheitsregeln und führen Gespräche mit Veranstaltern. Gleichzeitig müssen Sie mit unsicheren Einnahmen leben. Wetter, Besucherzahlen und Standort beeinflussen Ihren Umsatz stark.

Prüfen Sie ehrlich, ob Sie:

  • lange Reisen akzeptieren

  • ohne festen Wohnort auskommen

  • Wochenenden und Feiertage durcharbeiten

Dieser Beruf verlangt Einsatz und Belastbarkeit. Erfahrung vor der Selbstständigkeit erhöht Ihre Chancen deutlich.

Familientradition und Generationen im Schaustellerberuf

Im Schaustellergewerbe dominieren Schaustellerfamilien. Viele Schaustellerunternehmen bestehen seit mehreren Generationen. Wissen, Kontakte und Stellplätze geben Familien oft von Generation zu Generation weiter.

Kinder wachsen früh in den Betrieb hinein. Sie helfen beim Verkauf, beim Aufbau oder bei der Technik. So lernen sie das Geschäft von Grund auf. Später übernehmen Nachkommen häufig das Fahrgeschäft oder gründen ein eigenes Schaustellerunternehmen.

Diese Familientradition schafft Stabilität, erschwert aber auch den Einstieg für Außenstehende. Beliebte Standplätze auf großen Volksfesten bleiben oft über Jahre in denselben Händen.

Wenn Sie nicht aus einer Schaustellerfamilie stammen, bauen Sie Ihr Netzwerk aktiv auf. Treten Sie Verbänden bei, besuchen Sie Branchentreffen und pflegen Sie Kontakte. So schaffen Sie sich Schritt für Schritt Ihren Platz im Schaustellergewerbe.

Selbstständig als Schausteller: Von der Geschäftsidee zum eigenen Betrieb

Wenn Sie sich als Schausteller selbstständig machen, brauchen Sie eine klare Geschäftsidee, ausreichendes Kapital und genaue Planung. Sie müssen Technik, Genehmigungen, Versicherungen und Abläufe sicher beherrschen.

Fahrgeschäfte, Stände und Spezialgebiete

Sie entscheiden zuerst, welches Geschäft Sie betreiben wollen. Typische Schaustellergeschäfte sind Fahrgeschäfte wie Autoscooter, Karussell oder kleine Achterbahn, aber auch Verkaufsgeschäfte, Schießbuden, Schieß- und Losbuden sowie Imbiss-Stände mit Speisen.

Ein Fahrgeschäft zieht viele Besucher an, kostet aber viel in Anschaffung, Transport und Wartung. Ein Autoscooter oder ein großes Karussell braucht mehrere Zugmaschinen und geschultes Personal. Kleine Fahrgeschäfte sind günstiger, bringen aber oft weniger Einnahmen.

Ein Imbiss oder eine Schießbude ist einfacher zu starten. Sie brauchen weniger Technik, dafür müssen Sie Preise, Waren und Personal gut kalkulieren.

Viele Betriebe spezialisieren sich. Sie reisen mobil von Ort zu Ort und stehen auf Volksfesten, Jahrmärkten, Kirchweihen, Kirmes, Rummel oder großen Festen wie dem DOM. Wählen Sie ein Geschäft, das zu Ihrem Budget und Ihrer Erfahrung passt.

Genehmigungen, Versicherung und rechtliche Rahmenbedingungen

Sie melden Ihr Gewerbe bei der zuständigen Behörde an. Als Schausteller üben Sie meist ein Reisegewerbe aus und arbeiten überwiegend auf Volksfesten und Jahrmärkten an wechselnden Orten.

Für jedes Fest brauchen Sie eine Genehmigung des Veranstalters und oft zusätzliche Abnahmen. Fahrgeschäfte müssen regelmäßig technisch geprüft werden. Sicherheit hat höchste Priorität.

Wichtige Versicherungen sind:

  • Betriebshaftpflichtversicherung

  • ggf. zusätzliche Versicherung für Fahrgeschäfte

  • Krankenversicherung

  • Unfallversicherung für Mitarbeiter

Ohne ausreichende Versicherung riskieren Sie hohe Kosten bei Schäden.

Sie müssen außerdem Hygieneregeln einhalten, wenn Sie Speisen verkaufen. Führen Sie Ihre Buchhaltung sauber und trennen Sie private und geschäftliche Ausgaben über ein eigenes Geschäftskonto.

Finanzen, Ausgaben und Einnahmen

Der Start als Schausteller verlangt oft hohe Investitionen. Ein neues Fahrgeschäft kann mehrere hunderttausend Euro kosten. Auch gebrauchte Fahrgeschäfte sind teuer.

Typische Ausgaben sind:

  • Anschaffung oder Finanzierung des Geschäfts

  • Transportkosten von Ort zu Ort

  • Standmiete und Gebühren

  • Strom- und Wasserkosten

  • Personalkosten

  • Versicherung und Wartung

  • Kosten für Auf- und Abbau

Ihre Einnahmen hängen stark vom Standort, Wetter und Besucherzahl ab. Auf großen Volksfesten erzielen Sie meist höhere Umsätze, zahlen aber auch höhere Standmieten.

Sie legen Ihre Preise so fest, dass Sie alle laufenden Kosten decken und langfristig Gewinne erzielen. Kalkulieren Sie vorsichtig und planen Sie Rücklagen für Reparaturen und schlechte Saisons ein.

Organisation: Standorte, Stellplätze und Saisonabläufe

Sie bewerben sich frühzeitig um einen Stellplatz auf Volksfesten und Jahrmärkten. Große Veranstaltungen sind oft Jahre im Voraus ausgebucht.

Der Veranstalter entscheidet, welcher Stand oder welches Fahrgeschäft zugelassen wird. Ein guter Ruf, Zuverlässigkeit und ein gepflegtes Auftreten erhöhen Ihre Chancen.

Die Saison läuft meist von Frühjahr bis Winter, mit Höhepunkten im Sommer und auf Weihnachtsmärkten. In dieser Zeit reisen Sie ständig mobil von Ort zu Ort.

Der Auf- und Abbau gehört zum Alltag. Sie müssen Transporte planen, Helfer koordinieren und Technik prüfen. Zwischen den Festen warten Sie Ihr Geschäft und bereiten die nächsten Einsätze vor.

Ein gut organisierter Betrieb spart Zeit, senkt Kosten und sorgt für reibungslose Abläufe auf jedem Fest.

Häufig gestellte Fragen zum Schausteller werden

Als Schausteller tragen Sie wirtschaftliche, technische und rechtliche Verantwortung. Ausbildung, Genehmigungen, Sicherheit, Investitionen und Versicherungen entscheiden über Ihren langfristigen Erfolg.

Welche Ausbildung benötigt man, um im Schaustellergewerbe tätig zu sein?

Für den Beruf des Schaustellers gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung. Der Beruf ist nicht geschützt, und viele Betriebe werden als Familienunternehmen geführt.

Sie können jedoch eine Ausbildung im Veranstaltungsbereich oder im technischen Bereich absolvieren. Auch eine kaufmännische Ausbildung hilft, da Sie Einnahmen planen, Personal führen und Verträge prüfen müssen.

Praxis zählt besonders viel. Viele lernen das Geschäft direkt im Familienbetrieb oder als Mitarbeiter auf Volksfesten und Jahrmärkten.

Sie können auch ohne familiären Hintergrund einsteigen. Wichtig sind Eigenkapital, technisches Verständnis und Bereitschaft zu reisen.

Viele starten mit einem kleineren Geschäft wie einem Imbissstand oder einer Spielbude. So sammeln Sie Erfahrung, bevor Sie in größere Fahrgeschäfte investieren.

Sie müssen bereit sein, lange Arbeitszeiten und saisonale Schwankungen einzuplanen.

Für Fahrgeschäfte benötigen Sie eine Reisegewerbekarte. Diese beantragen Sie bei Ihrer zuständigen Behörde.

Zusätzlich brauchen Sie eine gültige Ausführungsgenehmigung für das jeweilige Fahrgeschäft. Ein Sachverständiger prüft die Anlage regelmäßig nach festen technischen Standards.

Vor jedem Aufbau auf einem Festplatz erfolgt oft eine Abnahme durch das örtliche Bauamt oder einen Prüfer.

Sie müssen die geltenden Vorschriften für fliegende Bauten einhalten. Dazu gehören regelmäßige Hauptprüfungen und Sichtkontrollen vor jeder Inbetriebnahme.

Sie tragen Verantwortung für sichere Auf- und Abbauarbeiten. Auch geschultes Personal und klare Notfallpläne sind Pflicht.

Unfälle können zu hohen Bußgeldern und zum Entzug von Genehmigungen führen.

Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist unverzichtbar. Sie deckt Personen- und Sachschäden ab, die während des Betriebs entstehen.

Für Fahrgeschäfte empfiehlt sich eine spezielle Schausteller- oder Veranstalterhaftpflicht. Auch eine Kaskoversicherung für Transport und Technik kann sinnvoll sein.

Denken Sie zudem an eine Unfallversicherung für sich und Ihre Mitarbeiter.

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